Ani 1 klein
Die_Rugengeier_Coco_und_Grisu

Gesundheit:

Bevor Sie sich Papageien anschaffen, sollten diese gründlich von einem papageienkundigen TA untersucht werden. Leider sind ernste Krankheiten wie PBFD und PDD mittlerweile weit verbreitet und können das Leben der Vögel stark verkürzen.

Besonders, wenn Sie einem schon vorhandenen Vogel mit einem Partner/in glücklich machen wollen, ist eine Untersuchung unabdingbar. Bedenken Sie dabei auch, dass die Tiere annähernd gleichaltrig sein sollten.

Sehr viele Papageien, auch Graupapageien in Gefangenschaft leiden an Aspergillose, einem Pilz, der sich in den Atmungsorganen und dann im ganzen Körper ausbreitet. Diese Aspergillus-Sporen finden sich nahezu überall, vermehrt aber in Erdnüssen mit Schale und Zirbelnüssen. Diese sollen daher generell nicht verfüttert werden.

Ausreichend gestärkte Papageien kommen mit den vereinzelt auftretenden Sporen gut zurecht, ohne gleich daran zu erkranken. Daher ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig, wie auch eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von 60-70%. Zu trockene Raumluft begünstigt die Ausbreitung bzw. die Erkrankung von Aspergillose.

Graupapageien sind sehr eigen mit ihrer Futterwahl. Wenn sie ein eintöniges Futter bekommen, ist es oftmals sehr schwer, sie an andere Sachen heranzuführen. Daher fressen besonders ältere Abgabetiere oftmals kein Obst/Gemüse, was aber  sehr wichtig ist. Körnerfutter allein ist zu einseitig und auch eine reine Pellettsfütterung finde ich nicht gut, denn die Papageien haben einen Muskelmagen, der dazu ausgelegt ist, die aufgenommene Nahrung (Körner) zu zermahlen. Aus diesem Grund benötigen sie auch Papageiengrit (kleine Steinchen), die sie neben der Nahrung gelegentlich aufnehmen und die dann dem Magen helfen und als Malsteine fungieren.

Papageien, die ausschließlich mit Pelletts gefüttert werden, haben keine festen Bestandteile mehr in der Nahrung welche zerkleinert werden müssen. Daher wird der Magen “arbeitslos”. Ebenso ist allein das Knacken der Kerne schon eine Art der Beschäftigung, die den Papageien mit der Gabe von Pelletts vorenthalten wird.

Da Pelletts aber auch ihre gute Seite durch ihre Zusammensetzung haben, gebe ich sie zusätzlich zum normalen Futter. Die Wahl meiner beiden Racker zeigt mir auch, dass sie nicht täglich Pelletts fressen wollen und gutes Körnerfutter nicht missen verschmähen.

Papageien sind in ihrer Heimat Beute-/Fluchttiere und daher  natürlich bestrebt nicht zu zeigen, dass sie krank sind bzw. sich nicht wohl fühlen. Kranke Tiere werden nämlich aus dem Schwarm ausgeschlossen, vertrieben, da sie Jäger anlocken würden und somit den ganzen Schwarm in Gefahr bringen.

Aus diesem Grund muss der Halter sehr genau beobachten, in wieweit sich die Vögel normal verhalten (spielen, fliegen, zanken...), ausreichend Futter aufnehmen und auch verdauen. Wenn man als Halter deutliche Krankheitszeichen sieht, so ist die Krankheit meist schon recht weit fortgeschritten und leider ist es auch in manchen Fällen schon für Hilfe zu spät.

Die tägliche Kotkontrolle gibt ein ersten Überblick und die mindestens wöchentliche Gewichtskontrolle zeigt, ob genügend Nahrung aufgenommen wurde. Schon ein Gewichtsverlust von rund 10% kann für Papageien lebensbedrohlich sein.

Bei der kleinsten Unsicherheit bezüglich des Gesundheitszustandes sollte unbedingt ein papageienkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Dieser sollte nach Möglichkeit schon vor der Notwendigkeit ausgemacht werden, so dass im Notfall keine Zeit mit der Suche vergeudet werden muss. Da sich nicht jeder Tierarzt wirklich mit Papageien auskennt, ist darf man sich auch vor weiteren Wegen nicht scheuen.

Sehr zu empfehlen ist ebenso das Notfallbuch von Ann Castro, in dem Erste Hilfe Maßnahmen beschrieben sind, die ein Überleben bzw. schlimmere Verletzungsfolgen verhindern können.

Grüner Pfeil - zurück
Grüner Pfeil - nach oben klein Grüner Pfeil - weiter
kostenlose counter by counter-kostenlos.net